Cardiff
Im Herbst 2023 habe ich Glück, dass ich kurzfristig einen Tagesausflug nach Cardiff machen kann. Hier wollte ich schon lange mal hin, aber irgendwie hat es nie geklappt. Auch heute habe ich nur sehr wenig Zeit für die Stadt – ZU wenig, das ist bereits klar, bevor ich überhaupt angekommen bin.
Leider geht ein Teil der ohnehin knapp bemessenen Zeit für Zugverspätungen drauf (man kennt’s von der Deutschen Bahn…). Es hat nach langanhaltenden, intensiven Regenfällen größere Überschwemmungen gegeben, weshalb die Zugfahrt von London nach Cardiff, die eigentlich in nur zwei Stunden zu schaffen ist, heute eineinhalb Stunden länger (!) dauert…
Wie auch immer, ich bin gewillt das Beste aus der kurzen Zeit zu machen und stürze mich ins Vergnügen bzw. in die Innenstadt, kaum dass der Zug endlich den Bahnhof Cardiff Central erreicht. Der liegt zum Glück super zentral.
Ein paar Fakten über Cardiff vorweg
- Cardiff ist die Hauptstadt von Wales und hat gut 380.000 Einwohner (Stand 2024). Im Großraum leben sogar 1,1 Millionen Menschen.
- Cardiff heißt auf Walisisch „Caerdydd“ (dt. Festung am Taff). Taff ist der Hauptfluss, der durch Cardiff fließt.
- Die Stadt war einst eine römische Festung.
- Und später der größte Kohlehafen der Welt (heute nicht mehr).
- Cardiff hat den ältesten Plattenladen der Welt!
- Cardiff ist die City of Arcades!
- Und die erste Fair-Trade-Hauptstadt der Welt.
- 1927 gewann Cardiff City als erste und bisher einzige nicht-englische Mannschaft den FA Cup.
- Die Oscar-Preisträgerin Shirley Bassey, bekannt für ihre James-Bond-Titelsongs, wurde in Cardiff geboren. Ebenso Bestseller-Autor Ken Follett, der Schriftsteller Roald Dahl und der Fußballstar Gareth Bale.
- Cardiff ist beliebt bei Filmproduktionsgesellschaften. Filme und Serien wie z.B. Doctor Who und Sherlock wurden hier gedreht (deren Handlung dann aber meist in London spielt).
- Cerddwyr heißt Fußgänger. Und Arhoswch heißt warten! – Zum Glück sind Straßenschilder zweisprachig – Walisisch und Englisch!
The Hayes
Die Innenstadt ist kompakt und gut zu Fuß erkundbar, perfekt für einen entspannten Tag. Zur ersten Orientierung starte ich zu einem Spaziergang durchs Stadtzentrum.
Begrenzt wird das Zentrum im Norden durch Cardiff Castle, das Civic Center und das Verwaltungsviertel, im Westen durch den Fluss Taff und durch die Bahnlinien im Süden und Osten.
Ein Großteil der Innenstadt von Cardiff ist Fußgängerzone. Zentrale (Einkaufs-) Straßen sind die St. Mary Street und The Hayes mit einem Mix aus modernen Einkaufszentren (wie z.B. dem St David’s Centre) und den historischen, viktorianischen Arkaden.


The Hayes beherbergt das Cardiff Museum (The Cardiff Story Museum) und die moderne Central Library sowie einen bunten Mix aus Geschäften und Cafés.
Hier steht auch die markante Edelstahlskulptur „Alliance“. Sie besteht aus einem 25 Meter hohen Stahlpfeil mit Ringform. Sehr modern… Die Flüssigkeit im Ring leuchtet nachts. Dann werden auch poetische Texte in Englisch und Walisisch auf den Boden projiziert.
Vor dem Haus, in dem sich heute eine Filiale von TK Maxx befindet (ich finde es ja einigermaßen frevelhaft, dass eine solche Kette in ein so schönes Haus einzieht), steht die Statue von John Batchelor.
John Batchelor (1820-1883) war ein Politiker der viktorianischen Ära. Er gehörte der liberalen Partei an. 1854 wurde er Bürgermeister von Cardiff. Er kämpfte gegen das Establishment, insbesondere gegen die mächtige Bute-Familie. Er trug den Beinamen „Freund der Freiheit“, so steht es auch auf dem Sockel der 1886 enthüllten Statue, die ihn für seine Verdienste als Sozialreformer ehrt.
Eine Besonderheit – nur ein paar Meter entfernt – ist Hayes Island Snack Bar, die älteste Imbissbude in ganz Wales. Die Ofenkartoffel soll besonders gut sein, wie ich später las. Aber ich habe nur geguckt, nichts bestellt.
Arkaden
Der eingangs erwähnte Beiname Cardiffs City of Arcades kommt daher, dass es in der Innenstadt von Arkaden quasi wimmelt. Sie hat die höchste „Konzentration“ an viktorianischen, edwardianischen und zeitgenössischen Einkaufsarkaden ganz Großbritanniens. Sechs historische Arkaden sind es, um genau zu sein. Sie alle bieten noch den authentischen Charme aus der Zeit Queen Victorias und King Edwards VII., abseits der großen, modernen Einkaufszentren.
Deswegen muss man unbedingt auch auf die vielen, wunderschönen, alten Bauelemente achten! Hier wird sichtbar, dass Cardiff dank der Kohleindustrie und des Hafens bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der wohlhabendsten Städte der Welt war. Dadurch konnte man es sich leisten, so zu bauen! Mein Highlight diesbezüglich ist die Castle Arcade.



In den überdachten Einkaufsgassen läßt sich vorzüglich gucken und einkaufen gleichermaßen – und das bei jedem Wetter! Perfekt, um besondere Geschenke, Kunsthandwerk oder lokale Produkte zu finden. In allen Passagen gibt kleine, unabhängige Geschäfte und hübsche Boutiquen, familiengeführte Cafés, Antiquitätenläden und Juweliere. Um es ganz deutlich zu sagen: Hier sollte man unbedingt viel Zeit einplanen. Die ich nicht habe!!! Ich muss unbedingt wiederkommen!
Tatsächlich bin ich so begeistert, dass ich immer weiter laufe und gucke (und mich freue) und etwas aus dem Blick verliere, dass es noch so viel mehr in der Stadt zu sehen/tun gibt. Andererseits: Warum nicht einfach genießen, wenn’s so schön ist?!
Royal Arcade
Die Royal Arcade ist die älteste Einkaufspassage der Stadt. Sie stammt aus dem Jahr 1858. Ein besonderes architektonisches Highlight ist die gläserne Decke!
Die Passage verbindet die St. Mary Street mit The Hayes.
Hier gibt es gutlaufende, unabhängige Boutiquen und Cafés. Ein Klassiker ist Wally’s Delicatessen. Der Laden ist eng und vollgestopft mit Leckrigkeiten aus der ganzen Welt. Aber es gibt auch Einiges aus der Region: z.B. walisischen Käse.
Welcome Things. Der Laden hat es mit total angetan. Eine wahnsinnig tolle Auswahl an Schönigkeiten und z.T. witzigen und skurrilen Ideen. Mein Highlight finde ich schon im Schaufenster: ein besticktes Sofakissen mit dem Schriftzug „This is a horrible idea (what time should i be there)“. Ich bin hingerissen!
Es gibt auch einen hübschen Schreibwarenladen (darauf springe ich immer an!): Pen and Paper.



High Street Arcade
Die High Street Arcade wurde 1885 gebaut. Hier habe ich die Qual der Wahl, welches der schönen Cafés ich besuchen soll. Es locken das Corner Coffee und Bakers Tea Rooms. Die beiden liegen gleich nebeneinander.
Ich gehöre ja grundsätzlich zur Tee-Fraktion. Und bei Bakers Tea Rooms gibt es traditionellen Afternoon Tea (sogar in der veganen Variante). Und der gehört ja eigentlich zu einem Urlaub in Großbritannien dazu. Hier ist die Teeauswahl groß! Es gibt so außergewöhnliche Sorten wie Kirsch-Mandel-Roibusch. Es wird empfohlen, für den Afternoon Tea zu reservieren, aber man kann auch Glück haben und spontan vor Ort einen Platz bekommen.
STOP! HALT! AUS! SCHLUSS! Bakers Tea Rooms gibt es nicht mehr! DAUERHAFT GESCHLOSSEN! So ein Mist!
Insofern fällt die Wahl jetzt leichter. Corner Coffee hat einen weiteren Vorteil: Es hat Sitzplätze draußen (nur attraktiv bei gutem Wetter, hehe).
Was es aber noch gibt, ist Hobo’s, ein Laden für Vintage-Kleidung. Sehr bunt … und zum Teil etwas äh, skurril! Sehenswert.


Castle Arcade
Die Castle Arcade wurde 1887 eröffnet. Ich finde, sie ist baulich die Schönste. Alleine die Deckenlampen sind der Hammer! Aus dem ersten Stock hat man eine prima Aussicht auf die Geschäfte und das Geschehen im Erdgeschoß sowie die Büroräume im 1. Stock.
Bei Rules of Play gibt es übrigens eine riesige Auswahl an Brettspielen!
Morgan Arcade
Die Morgan Arcade verläuft parallel zur Royal Arcade und verbindet die St Mary Street und The Hayes. Hier gibt es einen echten Klassiker:
Spillers Records
Ein Muss für Musikfans! Spillers Records ist der älteste Plattenladen der Welt. Hier wird schon seit 1894 Musik verkauft, damals noch Grammophone. Heute kann man hier unzählige Klassiker und moderne Schätze auf Vinyl oder CD entdecken. Regelmäßig finden auch Live-Konzerte und Musikevents statt.



Um die Liste der Arkaden zu vervollständigen: Wyndham Arcade und Duke Street Arcade gibt es auch noch. Sie sind wirklich alle sehenswert!
Cardiff Market
Das nächste Highlight für mich ist die Markthalle von Cardiff.
Die Halle gibt es bereits seit 1891. Sie ist ein viktorianisches Einkaufszentrum mit zahlreichen Händlern und Essensständen auf zwei Etagen. Das Angebot reicht von den üblichen Obst- und Gemüsestanden über Welsh Cakes und Brot sowie Fleisch und Fisch. Für zu Hause oder für sofort. Foodies kommen hier jedenfalls voll auf ihre Kosten. Ein buntes Sammelsurium!
Ebenso bunt ist das Publikum: von Geschäftsleuten, die hier zu Mittag essen, über Touristen wie mich, alte Leute, die ihren Wocheneinkauf erledigen, größere Gruppen von Studierenden und distinguiert wirkende britische Gentlemen, die nach einer passenden Anzug-Weste oder Zylinder suchen – alles da.




Überhaupt – das alte, viktorianischen Gebäude begeistert mich total! Ich bin schock-verliebt! Besonders gefällt mir das kleine Häuschen mit dem Uhrturm. Dort vermute ich die Markt-Aufsicht, falls es sowas (noch) gibt.
Auf dem umlaufenden Balkon gibt es einige Cafés im Diner-Stil, in denen man bei (klar) einer Tasse Tee auch hervorragend Leute beobachten kann.
Geöffnet ist die Halle Montag bis Samstag von 8 bis 17 Uhr, sonntags ist zu. Einen Appetithappen bietet die Website.

Und sonst noch so…
In der Innenstadt wimmelt es – neben Arcaden – auch von schönen, alten Häusern. Einiges wirkt leicht angeschmuddelt, nicht zuletzt durch viele Graffiti und Leerstand, aber die kunstvollen Details der Architektur, wie es sie heute nicht mehr gibt, sind noch überall sichtbar.
Ich hätte hier mal eine (kleine?) Auswahl an Beispielen:



Das Vier-Sterne-Luxus-Hotel The Parkgate**** in der Westgate St. befindet sich im ehemaligen Post Office (s. Foto unten), wie man noch heute über dem historischen Eingangsportal lesen kann. Es kombiniert Luxus mit Geschichte… 2024 wurde es von den AA Awards als Hotel des Jahres für Wales ausgezeichnet.
Mir gefällt es, wenn die alten Gebäude auf stilvolle Weise genutzt werden (nicht mit Billig-Läden wie TK-Maxx).



Oder ein bisschen Streetart?


Welsh Lovespoon Gallery
Eine walisische Tradition ist/war es, dass der Mann seiner Angebeteten einen Löffel schnitzt. Je aufwändiger die Schnitzerei, desto größer die Liebe, versteht sich. Inzwischen kann man schnitzen lassen – und zwar von der Familie Rice, die die Welsh Lovespoon Gallery nun schon seit etwa 40 Jahren führt und damit die Tradition lebendig hält.
In der Castle Street gibt es die Löffel im Souvenirshop zu kaufen (oder anzugucken; geht aber auch hier).
Ich finde, das ist eine nette Tradition!
Cardiff Castle
Cardiff Castle ist vermutlich die größte Sehenswürdigkeit der Stadt. Rein objektiv, denn mein Highlight hatten wir ja schon. 😉
Im Grunde ist das Castle „drei Burgen in einer“: Römerlager, normannische Festung und viktorianisches Märchenschloss. 55 n. Chr. bauten die Römer hier ein Lager, später wurde es zu einer Normannen-Festung und schließlich 1766 zu einem gotischen Schloss.
Es werden Führungen sowohl per Audioguide als auch per Castle House Tour angeboten.
Besonders interessant sind die vielen unterirdischen Gänge. Sie regen meine Phantasie an! Beim ein oder anderen mag vielleicht auch ein bisschen Harry Potter-Feeling aufkommen…


Bute Park
Gleich hinter dem Castle, bzw. an seiner südöstlichen Spitze, liegt der Bute Park, der Hauptpark von Cardiff.
Wem das Gewusel im Stadtzentrum zu viel wird, braucht nur ein paar Schritte zu laufen und steht schon mitten in diesem riesigen Park. Hier gibt es große Wiesen, reichlich Sitzbänke und drei Cafés – perfekt für eine (weitere) Auszeit! Mit Tee, klar.
Civic Center
Das Civic Centre ist der Bereich in Cardiffs Innenstadt, in dem ein repräsentatives Gebäude neben dem anderen steht; allesamt finanziert von der walisischen Kohleindustrie. Es ist das kulturelle und administrative Herz Cardiffs mit einer einheitlichen Architektur im edwardianischen Stil.
Zu dem beeindruckenden Ensemble gehören das prächtige Rathaus (Cardiff City Hall), ein atemberaubendes Gebäude im englischen Renaissance-Stil mit einem hohen Uhrturm, und das National Museum, das Kunst (inkl. französische Impressionisten), Naturkunde und wechselnde Ausstellungen beherbergt. Schon die Architektur mit Kuppel und weißen Säulen allein ist sehenswert. Auch der Cardiff Crown Court gehört dazu, in dessen neun Gerichtssälen die Hauptverhandlungen in Schwurgerichtsverfahren stattfinden. Seine Architektur vermittelt Würde und Disziplin, sehr beeindruckend ist auch die Haupthalle im Inneren.
Die Gebäude liegen allesamt am/im Cathays Park, einem Park und historischen Stadtzentrum.
Der Park ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, darunter die Alexandra Gardens, Gorsedd Gardens und Friary Gardens, die die prächtigen Gebäude des Civic Centre einrahmen. So ergibt sich eine attraktive Mischung aus grüner Parklandschaft mit weiten Rasenflächen, Gärten, Denkmälern und bedeutenden öffentlichen Bauten.
Im Alexandra Gardens steht das Welsh National War Memorial, ein Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Ursprünglich war der Park in Privatbesitz des ersten Marquis von Bute, aber 1898 kaufte die Stadt das Gelände, um Erholungsraum für seine Bewohner und Platz für neue öffentliche Gebäude zu schaffen.
Der Hauptcampus der Cardiff University mit dem beeindruckenden Hauptgebäude ist ebenfalls Teil des Civic Centre.
Universität von Cardiff
Hinter dem Rathaus geht es imposant weiter, da schließt sich die Universität an. Und auch die ist wirklich spektakulär!
Die Gebäude sind auf zwei Hauptcampi verteilt, dem Cathays Park mit eleganten, historischen Portlandstein-Gebäuden und dem Heath Park. Sie gruppieren sich um die Alexandra Gardens.
Die Uni ist bekannt für ihre innovative Forschung, mit Schwerpunkten auf Neurowissenschaften, Medien und Jura.
(Auch) bei internationalen Studenten ist die Uni äußerst beliebt. Während es vor dem Brexit eher Studierende aus der EU waren, sind die Zahlen derer aufgrund neuer, teureren Gebührenregelungen und Visabestimmungen deutlich zurück gegangen. Da aber die Zahl derjenigen aus Nicht-EU-Ländern seither stark gestiegen ist, hat sich die Gesamtzahl internationaler Studierender (EU + Nicht-EU) kaum verändert. Natürlich tragen die Studierenden nachdrücklich zur Lebendigkeit der Stadt bei!
Principality Stadium (Millenium Stadium)
Das Millennium Stadium heißt wegen eines Sponsoringvertrages seit 2016 offiziell Principality Stadium. Es bietet Platz für knapp 74.000 Zuschauer und wird überwiegend für Rugby, Fußball Länderspiele oder Konzerte genutzt. Es liegt mitten im Zentrum der Stadt, nur fünf Minuten vom Bahnhof entfernt.
Als es 1999 eröffnet wurde, war es das größte Stadion Großbritanniens. Inzwischen wurde ihm der Platz allerdings vom Old Trafford in Manchester und den Londoner Stadien in Twickenham und Wembley streitig gemacht. Es war das erste Stadion der Welt mit einem vollständig verschließbaren Dach.

Der Fußballverein Cardiff City spielt aktuell in der dritten englischen Liga.
Cardiffs bekanntester Fußballer ist Superstar Gareth Bale. Dessen erster Verein war der Cardiff Civil Service Football Club.
Cardiff Bay & Waterfront Plaza
Etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt die Cardiff Bay. Hier kann man über die Promenade schlendern, mit dem Giant Ferris Wheel (Riesenrad) fahren oder das Parlamentsgebäude Senedd, das 2006 eröffnet wurde, besichtigen. Der Hingucker ist allerdings das futuristische Millennium Center, das wegen seines auffälligen Daches den Spitzname „The Armadillo“ (Gürteltier) verpasst bekommen hat. In diesem Kunstzentrum finden Theateraufführungen, Konzerte und Musicals statt.
Besonders sehenswert ist das historische Pierhead Building, das sich mit seinem Uhrturm attraktiv von den modernen Gebäuden drum herum unterscheidet. Lange Zeit war hier das Hauptquartier der Great Western Railway. Heute beherbergt es verschiedene Ausstellungen.
Cardiff Bay ist nicht nur irgendein Hafenviertel – es ist eins der größten Hafenentwicklungsprojekte in Europa, vergleichbar mit Danzig, Aalborg, Liverpool oder der Hamburger Hafencity.
Ein gigantischer Staudamm trennt die Bucht vom Meer und hat einen riesigen Süßwassersee geschaffen. Cardiff Bay ist ein tolles Beispiel dafür, wie eine Stadt ihre industrielle Vergangenheit in eine glänzende Zukunft verwandeln kann!
Tipp: Für 7,50£ kann man im Sommer per Wassertaxi von Cardiff Bay über den River Taff in die in Innenstadt fahren (oder umgekehrt). Die Fahrt endet in der Regel am Bute Park. Abfahrt ist alle halbe Stunde.
Fazit
Cardiff hat auf den ersten Blick meine (hohen) Erwartungen nicht enttäuscht. Im Gegenteil, der kurze Aufenthalt hat mich darin bestärkt, dass ich schnellstmöglich mit deutlich mehr Zeit wiederkommen muss!